Warum platzen Seifenblasen?

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Von Katharina Bach, 11 Jahre aus Marl

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Sie bringen meistens Freude, sehen wunderschön aus und glitzern in der Sonne. Schade ist nur, dass sie schnell platzen... Natürlich, die Rede ist von Seifenblasen!
Das war nämlich ein Thema in der Hertener KinderUni mit Dr. Rupert Scheuer und seinen Assistenten Patrick Malchus und Philipp Schöner.

Die tolle Erfindung der Seifenblasenlösung schuf Dr. Rudolf Hein, ein deutscher Chemiker, im Jahre 1948. Und wer Seifenblasen kennt, der kennt auch bestimmt den gelben Teddy. Das ist nämlich das Logo von ?Pustefix?, dem Thüringer Familienunternehmen, das es schon seit 50 Jahren gibt.

Doch auf Bildern zeigte uns Dr. Scheuer, dass man auch schon früher mit dem Gemisch aus Wasser und Seife spielte. Etwa auf dem Bild ?Der Seifenbläser? aus dem 18. Jahrhundert.
Die schillernden Kugeln werden aus Wasser und Seife, z.B. Shampoo gemixt.
Ein Experiment zeigte, dass man diese Pracht auch selbst mischen kann. Ein Geheimtipp, keine Schleichwerbung von Scheuer:?Am besten funktioniert es mit ?Fairy Dawn?. Das werden dann besonders große Blasen!?
Die drei machten uns darauf aufmerksam, dass Wasser nicht gleich Wasser ist und man das auch testen kann, zum Beispiel mit sogenannten Teststäbchen. In Brunnenwasser ist z.B. ganz viel Kalk, während im Regenwasser oder destilliertem Wasser (das benötigt man u.a. zum Bügeln) kein Kalk ist. ?Kalk stört diese Mischung. Deshalb ist kalkloses Wasser am besten?, erklärte Scheuer.
?Dieses Gemisch platzt noch ziemlich schnell, deshalb ist es besser, noch etwas Glycerin hinzu zugeben. So etwas gibt es in der Apotheke.?

Endlich kamen wir zu der eigentlichen Frage, über die sich das junge Publikum schon die Köpfe zerbrach. ?Warum platzen nun eigentlich Seifenblasen??
Für die Lösung muss man sich den Aufbau dieser ?Zauberkugeln? angucken. Innen ist Luft, außen ist Luft und dazwischen die dünne Haut. Das Wasser fließt aber in der Blase nach unten und die Haut wird oben immer dünner, bis sie ?leider- platzt. Das ist also das Geheimnis!
Da diese Frage also geklärt war, stellte Scheuer uns eine neue.
?Gibt es eckige Seifenblasen??
Ein Raunen ging durch die Stuhlreihen, als er uns Pusteröhrchen in Herz,-Viereck und ,-Sternenform zeigte. Und wir mussten raten, ob es funktioniert oder nicht. Wollt Ihr es auch wissen? Wir wurden enttäuscht. Seifenblasen sind immer rund. Doch auch wenn diese Kugeln ?nur? rund sind, verdienen sich Leute ihr Geld damit. Z.B. die Clowns ?Pic? und ?Ronaldo? aus dem Zirkus Roncalli. Die größte Seifenblase aber bildete Bernhard Krämer aus Traubirgen. Es passten 7 Personen, ein Hamster und ein Hase hinein. Doch Seifenlauge ist nicht nur zum Spielen.
Wusstet ihr, dass das alte Olympiastadium in München mit dem großen Plastikdach auch mit Hilfe von Wasser und Seife gebaut wurde? Wirklich! Es wurde ein Modell gebaut und unsere Flüssigkeit, bzw. die Seifenlaugenhaut bildete das Dach.
Zum Schluss hatten unsere drei ?Professoren? noch tolle Kunststücke extra für uns vorbereitet, z.B. leuchtende Seifenblasen. Wer den Trick wissen will! Sie haben eine UV-Lampe an der Bühne befestigt und in die Lösung Leuchtstoff gefüllt.
So glitzerten unsere Blasen nicht nur, sondern leuchteten im Licht.
Oder die Luftballonseifenblasen-Pustemaschine. Dr. Scheuer hat mit einem Helium gefüllten Luftballon Seifenblasen gepustet und diese flogen nach oben. Letztendlich atmete er selbst das Gas ein und verriet uns mit Micky Mouse Stimme ein Geheimnis:?Der Seifenblasenkünstler aus Roncalli, der seine Hand in Seifenlauge steckte und durch seine Finger Blasen pustete, trug durchsichtige Handschuhe. Sonst funktioniert der Trick nicht.?
Nun verabschiedeten sich die drei ?wieder mit normaler Stimme-von uns. Und wir bedankten uns mit viel Applaus. Draußen bekamen wir jeder noch das Rezept und eine Flasche ?Pustefix?. Vor der Tür des Bürgerhauses empfing uns ein automatischer Heißluftballon mit Tausenden schillernden Wunderkugeln.
Die Vorlesung war wieder einmal super spannend und interessant. Da ich selbst Seifenblasen liebe, fand ich es super mehr über sie zu erfahren! Vielen Dank!

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