Rede über deine Sorgen! Du bist nicht alleine

FotoAusgelacht, verhöhnt, beleidigt zu werden im Internet, schadet dem Selbstbewusstsein. Sprecht mit Eltern und Lehrern! —Foto: dpa
FotoEs gibt Grenzen! Schubsen, Rangeln, Kräftemessen kommt ab und zu vor. Ständig verprügelt zu werden macht krank – Körper und Seele.
—Foto: dpa
FotoStehlen hat Folgen! Auf dem gestellten Foto zieht ein Junge einer Frau eine Geldbörse aus der Handtasche. —Foto: dpa
FotoTrennung/Scheidung ist ein schmerzvolles Ereignis für Kinder und Eltern. —Foto: dpa
FotoPapa trinkt oft Alkohol. Wenn er anfängt Bier und Schnaps zu trinken, sind Mama und wir Kinder immer im Stress, in Alarm-Stimmung. Was wird diesmal passieren? Erst ist Papa immer entspannt und lustig, dann ganz plötzlich böse. Wird er Mama oder uns wieder schlagen? —Foto: dpa

Kindern soll es gut gehen! Jedes Kind in unserem Land ist durch Gesetze geschützt. Aber: Viele Kinder haben dicke Probleme. Du bist nicht alleine!
Panda & Ogi zeigen auf diesen Seiten, was viele Kinder „fertig macht“. Über die häufigsten Probleme haben wir mit Martina Schulze-Entrup gesprochen. Sie arbeitet bei der Stadt Recklinghausen und kümmert sich speziell um Kinder, Jugendliche und Familien.
Ganz wichtig: Rede über deine Sorgen! Sprich einen Erwachsenen an, dem du vertraust. Das kann zum Beispiel ein Lehrer, eine Lehrerin, ein Nachbar, die Eltern von deinen Freunden, Verwandte oder dein Trainer sein. An vielen Schulen sind Schulsozialarbeiter/innen für Probleme der Kinder da.
Du möchtest erst mal unerkannt mit jemandem reden? Wen du in deiner Stadt anrufen kannst, steht nebenan im gepunkteten Kasten.
In ganz Deutschland gilt die
„Nummer gegen Kummer“:
0800 / 1110333

Trau dich, ruf an!
Hier gibt es Hilfe in deiner Heimatstadt.
Recklinghausen:
( 02361/502323 Jugendamt oder (
02361 / 109494
Kinderschutzbund
Marl:
02365/ 99-2493
Jugendamt oder
02365 96760 Beratungsstelle, oder
02365 / 507635
Kinderschutzbund
Herten:
02366/303449, das Kinderhilfetelefon ist Tag und Nacht besetzt!
Waltrop:
02309 / 930-280
Datteln:
Familienbüro Nord,
02363 /107-670
Familienbüro Süd, ( 02363/56702-12
Oer-Erkenschwick:
02368 / 691339
Jugendamt

Horror: Schulweg
Ende, aus. Max will nicht mehr zur Schule gehen! Er fühlt sich sauschlecht und hat Angst. Und der Junge schämt sich, darüber zu reden. Fast jeden Tag passiert etwas...
Für Max ist der Schulweg ein schwerer Gang. Ob sie heute wieder auf mich lauern? Drei Gleichaltrige zwingen ihn zum Absteigen vom Rad. Diesmal reißen sie ihm die Mütze vom Kopf. „Können sich deine Eltern nicht mal Markenklamotte leisten?“ Die Mütze fliegt ins Gebüsch. Neulich nahmen sie 50 Cent aus seinem Etui. Hinterher muss sich Max immer für diese „Späße“ bedanken. „Sonst stecken wir dich in die Mülltonne!“
Zuhause ist Stunk. Seine Eltern treiben ihn an. Sie beschimpfen Max wegen schlechter Noten und weil er nur vor dem PC hockt. In der Schule meckern die Lehrer, weil er nicht zuhört und abwesend aus dem Fenster guckt. Wenn die wüssten... Das ist die Lösung! Max muss mit einer Vertrauensperson reden.
Lena hat geklaut! In der Drogerie steckte die Zwölfjährige Lipgloss und Glitzerstifte in ihre Tasche. Als sie draußen ist, spricht der Kaufhausdetektiv sie an.

Erwischt!
Lenas Gesicht glüht, als der Mann ihre Eltern anruft. Ihre Mutter ist entsetzt. Sie sagt, dass sie aber nicht kommen kann, weil das Baby schläft. „Typisch!“, denkt Lena, „Ich bin ja nicht mehr wichtig.“
Mehr Aufmerksamkeit zu bekommen steckt oft dahinter, wenn Kinder klauen. Andere wollen sich mit einer „Mutprobe“ vor Gleichaltrigen beweisen, oder stehlen ein Marken-Shirt, um „mithalten“ zu können.
Klauen ist Unrecht! Wer bereut und Zuhause kleine Strafen – wie einen Monat Katzenklo säubern – akzeptiert, ist auf richtigem Weg. Ab 14 Jahre ist jeder strafmündig. Dann reden Polizei, Jugendamt und Gerichte mit.

Kinder sind niemals schuld!

Für Nele geht gerade die Welt unter. Nichts wird mehr sein wie bisher. Letzte Woche haben die Eltern ihr gesagt, dass sie sich trennen werden.
Nachts weint Nele oft so lange, bis sie erschöpft einschläft. In der Schule kann sie nicht mehr richtig aufpassen. Das Reittraining schwänzt sie, sie hat auf nichts mehr „Bock“.
Nele stellt sich viele Fragen. Muss ich sagen, wen ich lieber habe, bei wem ich leben will? Wohin werden wir umziehen? Kann ich die beiden wieder zusammenbringen, wenn ich nie mehr frech bin und ganz doll im Haushalt helfe? Bin ich schuld, dass sich Mama und Papa trennen?
Kinder sind niemals schuld, wenn sich Eltern trennen! Kinder haben das Recht, sich in ihr Zimmer zurückzuziehen, wenn die Eltern böse Sachen über den anderen sagen oder Kinder Schiedsrichter sein sollen!
Hilfe für Kinder und Eltern bietet in RE die Trennungs- und Scheidungsberatung an: 02361 / 502260.

Geschrei, Schläge!

Majas Papa trinkt jeden Tag Alkohol. Lenas Mama schluckt oft Tabletten. Zuhause ist auf nichts mehr Verlass.
Freunde einladen geht nicht mehr. Maja weiß ja nie, wie es heute wird. Geschrei, Schläge... In der Schule läuft es für Lena nicht gut, weil sie an mittags denkt: „Was soll ich meinem kleinen Bruder zu essen machen, wenn Mama auf dem Boden liegt und nicht aufzuwecken ist? Wie soll alles weitergehen?“ Majas Papa und Lenas Mama sind abhängig von Alkohol und Tabletten. Sie sind suchtkrank. Kinder können Eltern nicht helfen. Sie müssen sich Hilfe holen!

"Fette Kuh!"

„Fette Kuh, mach mal Muuh!“ steht unter dem Foto von Maja.
Das Mädchen füttert fröhlich lachend ein bayrisches Rindvieh. Schönes Foto von der letzten Klassenfahrt vor drei Jahren. Damals war Maja noch echt dick, heute nicht mehr. Wer hat dieses Bild gemacht und ins Internet gestellt? Maja ist erst wütend. Aber als dann immer wieder Mitschüler mit einem „Muuh!“ an ihr vorbeigehen, fühlt sie sich elend. Schikanieren ist kein Spaß!

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