Die Ferien sind vorbei

1. Teil der Pandageschichte 2014

Panda lag im warmen, kuscheligen Bett und träumte. Ogi, sein Hund mit der lustigen Beule auf dem Kopf, lag in seinem Körbchen neben dem Bett und träumte auch. Die beiden Freunde träumten sogar dasselbe. Nämlich wie sie in den Osterferien zusammen im Wald gespielt hatten. Fangen und Verstecken. Um die Wette rennen und Hasen jagen. Es war sooo schön gewesen.
Plötzlich schreckten beide hoch. Verschlafen rieb sich Panda die Augen. Ogi spitzte die Ohren. Bumm! Bummbummbumm! Was war das nur für ein schrecklicher Krach an der Tür? Da hörten sie Mama Pandas Stimme: „Panda! Du musst aufstehen! Die Ferien sind vorbei. Heute beginnt die Schule wieder.“
Sofort war Panda hellwach. Mit einem Satz sprang er aus dem Bett. Hurra! Die Schule fing wieder an. Die Ferien waren toll gewesen. Aber die Schule war noch besser. Da traf er nämlich alle seine Freunde. Seine allerbeste Freundin Anni Panda mit dem strubbeligen Fell. Und Bodo Panda, der so gut Fußball spielte. Und Inge Panda, die so gut singen konnte. Und Lukas Eisbär, der vom Nordpol kam. Und natürlich Lotte Panda, seine Cousine. Die traf er aber immer schon vorher. Denn Lotte Panda holte ihn jeden Morgen ab, und sie gingen gemeinsam zur Schule. Leider kam Lotte meistens ein bisschen zu spät. Sie musste Pünktlichkeit erst noch lernen.
Und dann war da auch noch Frau Beate Panda. Die allerbeste Lehrerin, die man sich als Pandakind nur wünschen konnte. Sie wusste unglaublich viel über Zahlen und Buchstaben. Sie konnte rechnen, schreiben und lesen. Und malen. Und turnen. Außerdem hatte sie groß-

artige Ideen, was man so alles machen konnte, wenn man vielleicht mal gerade keine Lust auf Unterricht hatte. Das kam schon mal vor. Bei der ersten Pandaklasse genauso wie bei der Lehrerin selbst.
Panda wurde es ganz warm ums Herz, als er an alle dachte. Und er strahlte über beide Backen. Ja, es war herrlich ein Schulkind zu sein.
Schnell lief er ins Bad, wusch sich tüchtig und vergaß auch das Zähneputzen nicht. Vier Minuten lang schrubbte er. Mit extra viel Zahnpasta. Schließlich wollte er keine Löcher in den Zähnen bekommen. Und schon gar keine Zahnschmerzen.
Dann zog er sich an und trabte in die Küche. Er hatte einen Bärenhunger. Mama Panda hatte den Tisch schon gedeckt. Es gab leckere Honigbrötchen und köstlichen Heidelbeertee. Den mochte Panda besonders gerne. Während sie gemütlich schnaselten, lasen sie gemeinsam. Mama las die Buchstaben und Panda die Bilder. Es war sehr interessant.
Schließlich klappte Mama Panda die Zeitung zu. Sie schaute auf die große Küchenuhr und runzelte die Stirn. „So, Panda“, sagte sie dann, „es wird Zeit, in die Schule zu gehen. Sonst kommst du zu spät. Ich frage mich nur, wo Lotte wieder steckt?“
Ohje. Lotte Panda verspätete sich wohl wieder einmal. Da bimmelte es. Schnell lief Mama Panda zur Haustür und öffnete sie. „Guten Morgen, Lotte“, sagte sie und guckte etwas streng. „Guten Morgen, Tante Panda“, sagte Lotte und strahlte. „Na, Lotte“, fragte Mama Panda, „warum kommst du denn heute zu spät?“ „Deshalb!“, antwortete Lotto stolz. Sie streckte Mama ihre linke Tatze entgegen und öffnete sie: „Schau, ich habe den ersten Maikäfer“ des Frühlings gefangen“. Da guckte Mama Panda nicht mehr streng. Sie lächelte und freute sich mit Lotte Panda. „Das ist wirklich ein toller Fang, Lotte“, lobte sie. „Der erste Maikäfer des Frühlings bringt Glück. Dem, der ihn findet. Und allen, denen er gezeigt wird. Danke, Lotte.“

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