Das große O

2. Teil der Pandageschichte 2014

Heute war der erste Schultag nach den Osterferien. Die Sonne strahlte von einem blitzeblauen Himmel, Schmetterlinge tanzten durch die Luft und überall blühten bunte Blumen. Es war ein großartiger Tag, endlich wieder in die Schule zu gehen!
So wie Panda und Lotte Panda. Fröhlich trabten sie den Weg entlang. Vorbei an der kleinen Kirche, neben der eine große Kastanie wuchs. Die beiden waren nicht alleine. Ogi, Pandas Hund, begleitete sie. Am liebsten wäre Ogi auch ein Schulkind gewesen und hätte die erste Pandaklasse besucht. Doch das ging leider nicht. Denn die Schule war für Bärenkinder da – nicht für Hunde. Aber immerhin durfte er Panda und Lotte zur Schule begleiten. Vergnügt hüpfte Ogi zwischen den beiden hin und her.
Schließlich hatten sie den Schulhof erreicht. Ogi winkte zum Abschied mit der linken Pfote und machte sich dann auf den Heimweg. Nicht schnurstracks. Er machte einen kleinen Umweg durch den Wald. Denn dort wohnten die kleinen Häschen. Mit denen spielte Ogi für sein Leben gern Fangen. Zwar gewannen die Häschen immer. Aber das machte nichts. Ogi spielte trotzdem gerne mit ihnen.
Derweil stiegen Lotte und Panda die Treppe hinauf in ihre Klasse. Die anderen waren schon alle da: Panda setzte sich neben seine Freundin Anni mit dem strubbeligen Fell. Und Lotte neben Bodo, der so gut Fußball spielte. Neben Inge, die so gut singen konnte, saß Lukas Eisbär, der vom Nordpol kam.
Da flog auch schon die Tür auf und die Lehrerin stürmte herein. „Guten Morgen, Kinder!“, rief Beate Panda fröhlich. „Guten Morgen, Frau Panda!“, schallte es ebenso so fröhlich zurück.
„Was wollen wir denn heute mal lernen?“, fragte die Lehrerin nun. Sie dachte einen kurzen Moment lang nach. „Ich glaube“, sagte sie dann, „heute lernen wir das








große O. Ein wichtiger Buchstabe, den man immer gut gebrauchen kann.“ Sie ging zur Tafel und zeichnete etwas, das haargenau so aussah wie ein Ei. Das große O. „Das ist ja kinderleicht!“, jubelte die ganze Pandaklasse. Und alle fingen gleich an, lauter große O’s in ihre Hefte zu schreiben. „Prima, wie ihr das könnt!“, lobte die Lehrerin. „Ihr seid wirklich ganz besonders gute Schüler.“
Da freuten sich die Bärenkinder, dass sie besonders gute Schüler waren.
Nach dem Schreiben des großen O sollten sie Worte sagen, die mit diesem Buchstaben beginnen. Jeder eins. Panda durfte anfangen: „Osterferien“, rief er laut. „Bravo!“, lobte Frau Panda. Dann war Annie Panda dran. „Oma“, fiel ihr ein. Auch sie bekam ein dickes Lob. Bodo Panda wusste sogar zwei Wörter mit O. „Opa Otto“ – so hieß nämlich sein Opa. Frau Panda war begeistert. Gleich zwei Wörter mit einem großen O. „Sehr, sehr, sehr gut, Bodo!“, sagte sie zufrieden.
Was Inge Panda wohl einfallen würde? „Orgel“. Denn Inge, die so gut sang, hörte es gerne, wenn in der Kirche die Orgel spielte.
Nun war Lukas Eisbär an der Reihe: „Ofen“, sagte er. Es war klar, dass ihm Ofen einfiel. Denn am Nordpol, wo er früher gewohnt hatte, konnte es lausig kalt sein, da war es gut, wenn man einen Ofen hatte.
Zum Schluss war Lotte Panda dran. Sie sah ein bisschen unglücklich aus. Die anderen hatten nämlich schon alle Wörter gesagt, die ihr auch eingefallen waren. So ein Mist! Lotte grübelte und grübelte. Aber ihr wollte und wollte nichts einfallen. Da hob Panda die linke Tatze und winkte ihr zu. Lotte verstand sofort. So machte es Ogi immer, wenn er sich vor ihnen verabschiedete! „Ogi!“, brüllte sie glücklich laut in die Klasse hinein. Und Frau Panda lachte. „Großartig, Lotte!“, lobte sie. „Du hast zwar ein bisschen länger gebraucht, aber das lustigste Wort von allen gefunden.“

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