Pitschepatschenass

3. Teil der Pandageschichte 2014

„Wo Lotte nur wieder steckt?“ Verärgert schaute Mama Panda auf die große Küchenuhr. Lotte Panda war Pandas Cousine. Jeden Morgen gingen sie gemeinsam zur Schule. Leider kam Lotte meistens ein bisschen zu spät. Sie musste Pünktlichkeit erst noch lernen.
Da bimmelte es. Schnell lief Mama Panda zur Haustür und öffnete sie. „Guten Morgen, Lotte“, sagte sie und – erschrak. „Meine Güte, Lotte!“, rief Mama Panda. „Wie siehst du denn aus, Kind?“ Ja, wie sah Lotte wohl aus? Neugierig rasten Panda und Ogi zur Haustür. Da stand Lotte. Pitschepatschenass. Obwohl es draußen gar nicht mehr regnete, so wie in der Nacht, sondern die Sonne schien.
„Guten Morgen, Tante Panda, Panda und Ogi“, sagte Lotte und strahlte – obwohl sie pitschepatschenass war. Dann erzählte sie, was ihr unterwegs geschehen war. „Ein großer Laster ist an mir vorbeigefahren, geradewegs durch eine Pfütze, und hat mich ganz nass gespritzt.“ Lotte lachte. „Das war vielleicht lustig. Es hat richtig gekitzelt.“
Mama Panda runzelte die Stirn. Sie fand das nicht so lustig. „Auf keinen Fall, Lotte“, sagte sie, „kannst du in den nassen Sachen zur Schule gehen. Warte, ich leihe dir etwas von mir aus.“ Lotte verdrehte die Augen. Was war denn dabei, ein bisschen nass zu sein? Aber sie widersprach lieber nicht. Manchmal war es besser, den Mund zu halten und einfach zu tun, was die Erwachsenen sagten.
Da war Mama Panda auch schon wieder. Mit einem trockenen Pullover und einer trockenen Hose. Leider alles ein bisschen zu groß. Die Hosenbeine mussten tüchtig aufgekrempelt und die Ärmel auch. Panda lachte: „Du siehst komisch aus, Lotte“, fand er. Lotte lachte auch. Sie fand es nicht weiter schlimm, komisch auszusehen.
„Du lieber Himmel!“, rief Mama Panda da plötzlich ganz erschrocken. „Wenn ihr jetzt nicht sofort lossaust, kommt ihr zu spät zur Schule.“ Schnell drückte sie Panda noch einen dicken Kuss auf die kleine Knubbelnase . Und dann rasten sie zu dritt los.
Zu dritt? Ja, zu dritt. Denn natürlich ließ es sich Ogi nicht nehmen, seine Freunde zu begleiten. Fröhlich hüpfte er neben Lotte und Panda her, als sie zur Schule trabten. Vorbei an der großen Kastanie neben der kleinen Kirche geradewegs auf den Schulhof. Hier musste Ogi Abschied nehmen. Er winkte noch rasch mit seiner linken Pfote und rannte rasch nach Hause. Nein, heute machte er keinen Abstecher in den Wald, um mit den Häschen Fangen zu spielen. Heute wollte er Mama Panda beim Einkaufen begleiten. Sie musste zum Bäcker und zum Metzger. Und bei beiden fiel immer etwas auch für Ogi ab. Ein süßer Keks und ein schönes Stück Fleischwurst. Das durfte er auf keinen Fall verpassen.
Wie der Blitz flitzten Lotte und Panda derweil die Treppe hinauf in ihre Klasse. Glück gehabt! Die Lehrerin war noch nicht da.
Schnell setzte sich Panda neben seine Freundin Anni mit dem strubbeligen Fell. Und Lotte neben Bodo, der so gut Fußball spielte. Neben Inge, die so gut singen konnte, saß Lukas Eisbär, der vom Nordpol kam. Da flog auch schon die Tür auf: „Guten Morgen, Kinder!“, rief die Lehrerin fröhlich. „Guten Morgen, Frau Panda!“, schallte es ebenso so fröhlich zurück. Was sie heute wohl lernen würden?
„Heute“, sagte Frau Panda nun, „wollen wir ausnahmsweise einmal nichts lernen. Denn wir haben etwas anderes zu tun. Wir müssen etwas Wichtiges planen.“ Huiiii! Etwas Wichtiges planen. Es war mucksmäuschenstill in der ersten Pandaklasse. Alle spitzten die Ohren. Was es wohl Wichtiges zu planen gab?“
Da löste Frau Panda das Rätsel: „Morgen und übermorgen machen wir einen Klassenausflug. Wir fahren in eine Bärenherberge, die liegt mitten im Wald. Wir werden bestimmt viel Spaß haben und viel erleben.“
„Hurra!“, brüllte die ganze erste Pandaklasse. Und alle begannen, wie verrückt zu planen . . .

zurück
Panda & Ogi ist ein Angebot aus dem
Tägliche Kinderseite Panda & Ogi in unserer TageszeitungDie aktuelle Panda & Ogi Seite