Auf in die Bärenherberge!

4. Teil der Pandageschichte 2014

„Wo Lotte nur wieder steckt?“ Verärgert schaute Mama Panda auf die große Küchenuhr. Lotte Panda war Pandas Cousine. Jeden Morgen gingen sie gemeinsam zur Schule. Leider kam Lotte meistens ein bisschen zu spät. Sie musste Pünktlichkeit erst noch lernen.
Panda guckte erschrocken. Hoffentlich kam Lotte bald, Denn sonst würden sie den Bus verpassen, der sie zur Bärenherberge im Wald bringen sollte. Und wenn sie den Bus verpassten, dann war der ganze schöne Klassenausflug futsch.
Da bimmelte es. Schnell lief Mama Panda zur Haustür und öffnete sie. „Guten Morgen, Lotte“, sagte sie und guckte etwas streng. „Na, warum kommst du denn heute zu spät, Lotte?“
„Guten Morgen, Tante Panda“, antwortete Lotte. Und dann erzählte sie: „Stellt euch vor: Ich habe alles schon gestern Abend in meinen Rucksack gepackt, um heute Morgen nur ja pünktlich zu sein. Aber als ich dann eben zu euch lief, da fiel mir ein, dass ich mein Kuscheltier vergessen hatte. Das war natürlich noch nicht im Rucksack drin. Weil ich es heute Nacht im Bett noch brauchte. Also bin ich schnell zurückgelaufen und habe Teddy geholt.“
Da guckte Mama Panda nicht mehr streng. Sie lächelte sogar. Denn sie verstand natürlich, dass man auf keinen Fall ohne Schmusetier auf seine allerste Klassenfahrt gehen konnte. Man konnte ja zum Beispiel schreckliches Heimweh bekommen. Und dann hatte man immerhin sein Kuscheltier, das einen trösten konnte.
Da fiel ihr etwas an: „Panda“, fragte sie, „hast du Gussi eingepackt?“ Panda nickte. Natürlich hatte er Gussi in seinen


Rucksack gepackt. Gussi war ein kleines Schaf aus ganz weicher Wolle. Das hatte er schon gehabt, als er noch ein winzig kleiner Pandabär gewesen war.
„Gut, Kinder!“, sagte Mama Panda nun. „Dann habt ihr ja alles beisammen. Nun müsst ihr aber los, sonst verpasst ihr noch den Bus.“ Schnell drückte sie Panda noch einen dicken Kuss auf die kleine Knubbelnase. Und dann noch einen. Und noch einen. Und noch einen. Schließlich kam Panda erst am nächsten Tag wieder nach Hause, und da musste er ein paar dicke Küsse auf Vorrat haben.
Panda und Lotte sausten los. Noch schneller als sonst, denn auf keinen Fall wollten sie den Bus verpassen. Mit ihnen sauste Ogi. Er wollte unbedingt dem Bus nachwinken, der Panda und seine Freunde in die Bärenherberge brachte. Sie rasten vorbei an der großen Kastanie neben der kleinen Kirche geradewegs auf den Schulhof. Huiii! Panda, Lotte und Ogi waren ganz schön außer Atem. Aber es hatte sich gelohnt. Der Bus war noch da. Am Steuer saß Frau Beate Panda höchstpersönlich. Panda und Lotte staunten: Die Lehrerin konnte also nicht nur rechnen und schreiben und lesen und malen und turnen. Nein, sie konnte sogar Bus fahren.
Fröhlich winkte ihnen Frau Panda aus dem Fenster zu: „Ihr hättet nicht so rennen müssen“, sagte sie, „ich wäre doch niemals ohne meinen Panda und meine Lotte losgefahren.“ Da freuten sich Panda und Lotte und krabbelten schnell in den Bus. Die anderen waren schon da: Panda setzte sich neben seine Freundin Anni mit dem strubbeligen Fell. Und Lotte neben Bodo, der so gut Fußball spielte. Neben Inge, die so gut singen konnte, saß Lukas Eisbär, der vom Nordpol kam. „Alle Bärenkinder anschnallen!“, rief Frau Panda. „Es geht los!“ „Hurra!“, jubelte die erste Pandaklasse. Endlich ging es los. Auf dem Schulhof stand Ogi und winkte dem Bus zum Abschied hinterher. Nicht nur mit der linken Pfote. Heute winkte er mit beiden Pfoten. Schließlich kam es nicht alle Tage vor, dass die erste Pandaklasse einen Klassenausflug machte!

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