Ein Apfel schrumpft

5. Teil der Pandageschichte 2014

Die ganze erste Pandaklasse saß im Bus – unterwegs in die Bärenherberg. Panda saß neben seiner Freundin Anni Panda mit dem strubbeligen Fell. Und Lotte, Pandas Cousine, die meistens ein bisschen zu spät kam, saß neben Bodo Panda, der so gut Fußball spielte. Neben Inge Panda, die so gut singen konnte, saß Lukas Eisbär, der vom Nordpol kam. Am Steuer saß Frau Beate Panda. Die Lehrerin konnte nämlich nicht nur schreiben und rechnen und lesen und malen und turnen – nein, si konnte sogar Bus fahren. Ziemlich gut sogar, wie die Pandaklasse feststellte. Vor jeder roten Ampel bremste sie und blieb brav stehen. Und wenn es wieder grün wurde, dann gab sie tüchtig Gas.
An Panda und seinen Freuden zog die Landschaft vorbei: viele, viele Bäume, manchmal Weiden, auf denen Kühe oder Pferde grasten. Es war sehr schön anzusehen.
Mit der Zeit wurde Panda hungrig. Er kramte in seinem Rucksack und zog die Butterbrotdose heraus. Was Mama Panda im wohl eingepackt hatte? Neugierig hob Panda den Deckel ab. Aaaaah! Das sah ein lecker aus. Ein Brötchen mit Honig, ein paar süße Waldeerdbeeren und ein dicker großer Apfel. Lecker!
Zuerst wollte Panda den Apfel essen. Er sah so herrlich saftig aus. Gerade, als er hineinbeißen wollte, bemerkte er, wie Anni auf den Apfel schielte. „Möchtest du ein Stück abbeißen?“, fragte Panda seine Freundin. Na, und ob Anni wollte! „Köstlich!“, rief sie begeistert und schmatzte zufrieden vor sich hin.
Als Bodo das hörte, wollte er natürlich auch einmal von dem köstlichen Apfel probieren. Und natürlich erlaubte Panda es. Schließ-













lich war er kein Geizkragen. Zapp! – hatte Bodo einen tüchtigen Bissen genommen. Begeistert verdrehte er die Augen: „Der beste Apfel, den ich je gegessen habe“, verkündete er.
Klar, dass nun auch Lotte vom besten Apfel, den Bodo je gegessen hatte, probieren wollte. Panda nickte großzügig. Schnell griff Lotte nach dem Apfel, der so rund nun nicht mehr war, und kaute höchst vergnügt vor sich hin: „Unbeschreiblich lecker“, sagte sie dann.
Unbeschreiblich lecker? Jetzt spitzte Lukas die weißen Ohren. „Darf ich auch mal abbeißen?“, fragte er Panda. Panda war einverstanden. Denn es gehörte sich unter Klassenkameraden, dass man einen Apfel und auch andere Dinge teilte. „Danke, Panda“, sagte Lukas und biss zu. „Aaaaah“, machte er dann. Und lobte: „Der ist noch leckerer als ein Honigbonbon.“
Panda freute sich sehr, dass sein Apfel so lecker war und allen schmeckte. Deshalb bot er auch Inge ein Stück an: „Möchtest du?“, fragte er freundlich. Inge ließ sich nicht zweimal bitten. Auch sie nahm einen tüchtigen Happs von dem Apfel.
Oje! Nun guckte Panda etwas bedröppelt drein. Von seinem Apfel war nicht mehr viel übrig geblieben. Nur ein Bissen noch. Den wollte er sich gerade gönnen, als ihm etwas einfiel: Er hatte Frau Panda noch nicht probieren lassen. Und das ging nicht. Schließlich hatte die Lehrerin die meiste Arbeit mit dem Klassenausflug. Sie musste ja den Bus fahren. „Möchten Sie das letzte Stück?“, fragte er. Frau Panda schüttelte den Kopf und lächelte: „Nein, nein, Panda“, sagte sie. „Iss du es nur. Ich habe selbst einen Apfel dabei.“ Da war Panda denn doch froh. Dem von einem so köstlichen Apfel, der beste, den Bodo je probiert hatte, und der leckerer war als ein Honigbonbon, da wollte er auch gerne ein Stück probieren. Und – schwups! – war das letzte Stück in seinem Mund verschwunden.
In diesem Moment trat Frau Panda auf die Bremse. „Kinder“, rief sie fröhlich, „wir sind da!“ Die erste Pandaklasse blickte nach draußen: Tatsächlich, da stand sie, die Bärenherberge. Sie waren da. Hurra!

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