Die Heimfahrt

8. Teil der Pandageschichte 2014

Wo Lotte nur wieder steckte? Frau Panda schaute auf ihre Armbanduhr. Seit fünf Minuten schon saß sie am Steuer des Busses und wartete auf Lotte Panda. Lotte war Pandas Cousine. Jeden Tag gingen sie gemeinsam zur Schule. Leider kam Lotte meistens ein bisschen zu spät. Sie musste Pünktlichkeit erst noch lernen.
Nicht nur Frau Panda saß im Bus und wartete auf Lotte. Auch Panda saß schon dort und wartete. Und Anni Panda mit dem strubbeligen Fell. Und Bodo Panda, der so gut Fußball spielte. Und Inge Panda, die so gut singen konnte. Und natürlich auch Lukas Eisbär, der vom Nordpol kam. Sie alle saßen im Bus und warteten auf Lotte.
Eben, beim Frühstück, war sie noch da gewesen. Und nun war sie verschwunden. Panda und seine Freunde waren ein bisschen sauer auf Lotte. Denn heute sollte es wieder zurück ins Pandadorf gehen. Es war sehr schön gewesen in der Bärenherberge, aber nun freuten sich alle auf zu Hause. Am meisten freute sich Panda. Denn in der Nacht hatte er schreckliches Heimweh bekommen. Er hatte Mama Panda vermisst. Und Papa Panda. Und Ogi, seinen Hund mit der lustigen Beule auf dem Kopf. So arg hatte er sie vermisst, dass er sogar weinen musste. Aber Anni hatte ihn getröstet. Das war sehr lieb von ihr gewesen.
„Wo Lotte nur wieder steckt?“, seufzte die Lehrerin noch einmal. Dann hatte sie eine Idee. Kräftig drückte sie auf die Hupe. Einmal. Zweimal. Dreimal. Und sogar viermal. Lieber Himmel! Das war vielleicht ein Krach!
Als Frau Beate Panda gerade zum fünften Mal auf die Hupe drücken wollte, schoss Lotte Panda wie ein Blitz aus dem Wald. In der Hand hielt sie einen Strauß bunter Blumen: Gelber Hahnenfuß, weiße Buschwindröschen und violette Wald-Veilchen. Der Strauß war einfach wunderschön.
„Den habe ich gepflückt als Dankeschön für die Herbergseltern“, erklärte Lotte Panda nun. „Weil sie so freundlich zu uns waren und immer so lecker gekocht haben.“
Panda und seine Freunde nickten. Ja, da hatte Lotte recht. Heinrich und Luise Panda waren sehr freundlich gewesen. Und sie hatten lecker gekocht. Kräutersalat mit Kartoffelpüree und Fischstäbchen zum Beispiel – das essen alle Pandakinder für ihr Leben gern. Ja, die Herbergseltern hatten einen so schönen Blumenstrauß wirklich verdient.
„Das ist eine wirklich gute Idee, Lotte“, lobte nun auch die Lehrerin. Frau Panda war kein bisschen mehr sauer, dass sie alle auf Lotte hatten warten müssen. Eigentlich war es sogar ganz gut gewesen, dass Lotte später gekommen war. Wäre sie pünktlich gewesen, hätte Frau Panda nicht hupen müssen. Und das hatte ihr ziemlich großen Spaß gemacht.
Jetzt kamen auch die Herbergseltern aus der Bärenherberge. Sie wollten zum Abschied winken. Über Lottes Strauß freuten sie sich sehr. Aber auch Heinrich und Luise Panda hatten etwas für Lotte und ihre Freunde: einen wunderbaren Apfelkuchen mit Streuseln drauf. Mmmmh, der duftete vielleicht! „Damit ihr unterwegs keinen Hunger haben müsst“, sagten die beiden alten Bären, und dann hieß es „Auf Wiedersehen!“. Frau Panda gab ordentlich Gas, hupte zum Abschied noch einmal tüchtig und ab ging‘s Richtung Heimat.
Panda war glücklich. Bald würde er Mama, Papa und Ogi wiedersehen. Und bis dahin konnte er sich mit seinen Freunden über den wunderbaren Apfelkuchen hermachen. Großartig!

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