Wieder in der Schule

9. Teil der Pandageschichte 2014

„Wo Lotte nur wieder steckt?“ Verärgert schaute Mama Panda auf die große Küchenuhr. Lotte Panda war Pandas Cousine. Jeden Morgen gingen sie gemeinsam zur Schule. Leider kam Lotte meistens ein bisschen zu spät. Sie musste Pünktlichkeit erst noch lernen.
Da bimmelte es. Schnell lief Mama Panda zur Haustür und öffnete sie. „Guten Morgen, Lotte“, sagte sie und guckte etwas brummig drein. „Guten Morgen, Tante Panda“, antwortete Lotte und strahlte über beide Backen. „Na, Lotte“, fragte Mama Panda nun, „warum kommst du denn heute zu spät?“ „Ich habe so schön geträumt, dass ich einfach nicht aufwachen konnte“, antwortete Lotte fröhlich. Da wurde Mama Panda doch etwas neugierig. „Was hast du denn so Schönes geträumt?“, fragte sie. Und auch Panda und Ogi wollten gerne wissen, was Lotte so Schönes geträumt hatte. Gespannt spitzten sie die Ohren.
Und Lotte erzählte: „Ich habe geträumt, dass wir wieder einen Klassenausflug machen. Aber nicht in den Wald, sondern ans Meer. Dass wir alle eine große Wasserschlacht machen. Und dass wir eine riesige Strandburg bauen. Und dass wir mit den niedlichen Robben um die Wette schwimmen. Und leckere Fische fangen. Dass wir Muscheln suchen und uns gegenseitig im Sand einbuddeln und. . .“
„Stopp, Lotte!“, rief Mama Panda nun und lachte. „Das ist tatsächlich ein ganz toller Traum. Klar, dass du nicht aufwachen konntest. Aber nun müsst ihr euch wirklich beeilen. Sonst kommt ihr zur spät zur Schule.“ Schnell drückte sie Panda noch einen dicken Kuss auf die kleine Knubbelnase. Und dann rasten sie zu dritt los.
Zu dritt? Ja, zu dritt. Denn natürlich ließ es sich Ogi nicht nehmen, seine Freunde zu begleiten. Fröhlich hüpfte
er neben Lotte und Panda her, als sie zur Schule trabten. Vorbei an der

großen Kastanie neben der kleinen Kirche geradewegs auf den Schulhof. Hier musste Ogi Abschied nehmen. Er winkte noch rasch mit seiner linken Pfote, dann machte er sich auf den Heimweg. Blitzschnell flitzten Lotte und Panda derweil die Treppe hinauf in ihre Klasse. Glück gehabt! Die Lehrerin war noch nicht da.
Schnell setzte sich Panda neben seine Freundin Anni mit dem strubbeligen Fell. Und Lotte neben Bodo, der so gut Fußball spielte. Neben Inge, die so gut singen konnte, saß Lukas Eisbär, der vom Nordpol kam. Da flog auch schon die Tür auf: „Guten Morgen, Kinder!“, rief die Lehrerin fröhlich. „Guten Morgen, Frau Panda!“, schallte es ebenso so fröhlich zurück. Was sie heute wohl lernen würden?
Bestimmt ganz, ganz viel. Denn schließlich hatten sie ja zwei Tage lang nichts gelernt. Keinen neuen Buchstaben und auch keine neue Zahl. Denn sie waren ja in der Bärenherberge gewesen.
Gespannt blickte die ganze erste Pandaklasse auf ihre Lehrerin. Die lächelte und sagte: „Kinder, heute wollen wir uns einen schönen Tag auf dem Schulhof machen. Wir werden Fangen und Verstecken spielen und ein bisschen in der Sonne faulenzen. Denn das haben wir uns verdient nach der ganzen Lernerei.“ Der ganzen Lernerei? Panda und seine Freunde guckten ziemlich erstaunt. „Sicher“, sagte Frau Panda und nickte mit dem Kopf. „Wie haben jede Menge gelernt. Zum Beispiel dass ein Apfel viel besser schmeckt, wenn man ihn teilt. Und dass man sich mit einem schönen Blumenstrauß bedankt, wenn jemand so freundlich zu einem ist wie die Herbergseltern. Und dass einem ein guter Freund auch bei dem schlimmsten Heimweh helfen kann.“
Tatsächlich. Da hatte die Lehrerin wohl recht. Panda und seine Freunde hatten jede Menge wichtiger Dinge gelernt. Und den schönen Tag auf dem Schulhof wirklich verdient.

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