Achtung, Känguru im Baum!

FotoBaumkänguru Wimbe schaut sich vorsichtig in seinem neuen Zoo-Gehege um.
FotoAuch Baumkänguru-Babys wachsen im Beutel ihrer Mutter auf. —Fotos: dpa

Kängurus leben nur am Boden? Denkste! Baumkängurus wohnen vor allem auf Bäumen. Fachleute schätzen, dass es mehr als zwölf verschiedene Arten dieser Tiere gibt.

Wolfgang Dreßen zieht vorsichtig die schwere Schiebetür zur Seite und macht einen Schritt hinein in die Box. Belisi streckt verschlafen den Kopf aus ihrer Hängematte. Wolfgang Dreßen bricht eine Erdnuss auseinander. Und schon ist Belisi hellwach. Sie krabbelt aus der Hängematte.
Erwartungsvoll sitzt sie nun vor Wolfgang Dreßen. Er leitet den Zoo in der Stadt Krefeld. Wolfgang Dreßen ist aber nicht nur Zoo-Chef, sondern auch Experte für Baumkängurus. Das sind Kängurus, die überwiegend auf Bäumen leben.
So ein Känguru ist auch Belisi. „Sie gehört zu den sogenannten Goodfellow-Baumkängurus“, erklärt der Fachmann. Benannt wurden die Tiere nach dem Naturforscher Walter Goodfellow.
„Baumkängurus haben etwas Bärenartiges“, erklärt Wolfgang Dreßen. Sie haben zum Beispiel starke Krallen. Damit können sie sich gut an den Bäumen festhalten.
Doch wieso leben diese Kängurus eigentlich in Bäumen? Die Kängurus, die man aus Australien kennt, hüpfen doch am Boden herum.
Die meisten Baumkänguru-Arten leben auf der Insel Neuguinea im Pazifischen Ozean, nördlich von Australien. Auf dieser Insel gibt es überhaupt keine Affen. „Deshalb haben wohl die Baumkängurus vor langer Zeit diese Nische besetzt. Und die Bäume zu ihrem Lebensraum gemacht“, sagt der Fachmann. In den Bäumen finden sie keine anderen, großen Tiere, die mit ihnen um Futter konkurrieren.

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