Drei Honigbrötchen zum ersten Schultag

Teil 2 unserer Panda-Vorlesegeschichte im Kindergartenprojekt 2016

Dies ist der zweite von acht Teilen unserer Vorlesegeschichte für die 1261 Mädchen und Jungen, die sich an unserem Projekt „Zeitung im Kindergarten“ beteiligen.

Gemütlich saßen Panda und Mama Panda am Frühstückstisch. Es gab leckere Brötchen mit Honig und Tee mit frischer Pfefferminze. Den mochte Panda besonders gern. Auch Ogi war zufrieden. Er lag in seinem Körbchen und knabberte an einem schönen großen Knochen.
Neben dem Tisch stand Pandas Tornister. Den hatte er noch am Abend gepackt. In aller Ruhe. Um nur ja nichts zu vergessen. Denn heute war der erste Schultag nach den großen Osterferien.

Da klingelte es an der Tür. „Nanu?!“, wunderte sich Mama Panda. „Es ist ja noch so früh, das wird doch wohl nicht etwa Lotte sein?“ Lotto Panda war Pandas Cousine. Jeden Morgen holte sie Panda ab. Dann gingen sie gemeinsam zur Schule. Leider kam Lotte meistens ein bisschen zu spät. Sie musste Pünktlichkeit erst noch lernen.

Rasch lief Mama Panda zur Tür und öffnete sie. Tatsächlich! Draußen stand Lotte Panda. „Guten Morgen, Tante Panda“, sagte sie und lächelte. „Guten Morgen, Lotte!“, sagte Mama Panda und lächelte auch. „Das ist ja toll, dass du heute so pünktlich bist.“ „Ja“, sagte Lotte, „ich muss es ja endlich mal lernen. Das mit der Pünktlichkeit.“ Und weil noch recht viel Zeit war, hockte sie sich an den Tisch und gönnte sich ein Honigbrötchen. Sie hatte zwar schon zwei zu Hause verdrückt, aber an einem Tag, an dem man so pünktlich gewesen war, konnte man auch mal drei schaffen.

Nach einer Weile blickte Mama Panda auf die große Wanduhr. „So, Kinder“, sagte sie dann, „nun ist es Zeit, zur Schule zu gehen.“ Schnell drückte sie Panda einen dicken Kuss auf die kleine Knubbelnase. Und dann trabten Lotte und Panda los. Aber nicht allein. Natürlich begleitete Ogi sie. Zu dritt sausten sie vorbei an der großen Kastanie neben der kleinen Kirche geradewegs auf den Schulhof. Ogi winkte zum Abschied mit seiner rechten Pfote, dann machte er sich auf den Heimweg. Er war ein bisschen traurig, weil er auch so gerne zur Schule gegangen wäre. Aber das ging ja leider nicht.

Lotte und Panda stiegen derweil die Treppe hinauf in ihre Klasse. Die anderen waren schon alle da: Panda setzte sich neben seine Freundin Anni mit dem strubbeligen Fell. Und Lotte neben Bodo, der so gut Fußball spielte. Neben Inge, die so gut singen konnte, saß Lukas Eisbär, der vom Nordpol kam.

Da flog auch schon die Tür auf und die Lehrerin stürmte herein. „Guten Morgen, Kinder!“, rief Beate Panda fröhlich. „Guten Morgen, Frau Panda!“, schallte es ebenso so fröhlich zurück. „Was wollen wir denn heute mal lernen?“, fragte die Lehrerin nun. „Das große O“, schlug Lotte Panda vor. „Mmmmhh“, machte Frau Panda und dachte kurz nach. Dann schüttelte sie den Kopf. „Nein“, sagte sie. „Das große O lernen wir ein anderes Mal. Heute ist ein guter Tag, um das große T zu lernen.“ Lotte guckte ein bisschen enttäuscht. Aber nur ein bisschen. Das große T war bestimmt auch ein toller Buchstabe.

Frau Panda ging zur Tafel und malte ein großes T. Das war gar nicht so schwer. Ein Strich und dann noch ein kleiner Strich quer oben drüber. Fertig. „Kennt ihr Wörter, die mit einem großen T beginnen?“, fragte die Lehrerin. Na, und ob! „Tornister!“, rief Panda, denn den hatte er ja am Abend gepackt. „Torte!“, brüllte Lotte, denn noch lieber als Honigbrötchen aß sie Torte. „Trompete“, wusste Inge Panda. Denn oft, wenn sie sang, spielte ihr Papa Trompete dazu. „Tor!, Tor! Tor!“, schrie Bodo Panda gleich dreimal. Es war klar, dass er Tor schrie, denn er spielte ja so gerne Fußball. „Und du, Lukas“, fragte Frau Panda nun, „welches Wort mit T kennst du?“ „Traum“, antwortete Lukas. Denn gerade heute Nacht hatte er einen wunderbaren Traum vom Nordpol geträumt.

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