Rechnen ist gar nicht so schwer

Teil 4 unserer Vorlesegeschichte im Kindergartenprojekt 2016

Dies ist der vierte von acht Teilen unserer Vorlesegeschichte für die 1261 Mädchen und Jungen, die sich an unserem Projekt „Zeitung im Kindergarten“ beteiligen.

Jetzt sollte also endlich gerechnet werden. Lotte Pandas Geschichte von dem kleinen Igelbaby, das sie gerettet hatte, war spannend gewesen. Aber Rechnen, da war Panda sicher, war bestimmt auch sehr, sehr spannend.

„Zum Rechnen braucht man Zahlen“, erklärte die Lehrerin nun. Das war klar. Zum Lesen und Schreiben brauchte man Buchstaben. Und beim Rechnen auch. Aber da hießen die Buchstaben nicht Buchstaben, sondern Zahlen.

„Kennt ihr Zahlen?“, fragte Frau Panda nun. Dann lächelte sie: „Natürlich kennt ihr Zahlen. Aber ich möchte heute eure Lieblingszahl wissen.“

Huiiii! Die Lieblingszahl! Panda musste nicht lange nachdenken. „1“, rief er schnell, denn er hatte einen Hund. Das war Ogi. Sein bester Freund. „2“, nannte Anni Panda, denn sie hatte zwei Zöpfe. „3!“, brüllte Lotte Panda in die Klasse. Denn gestern hatte sie gleich drei Honigbrötchen gefrühstückt. „4“, kam von Inge Panda, die so gut singen konnte. Denn sie hatte vier Schwestern, die alle genau so gerne sangen wie sie selbst. „5!“, schrie Bodo Panda, der so gut Fußball spielte. Denn beim letzten Fußballturnier hatte er fünf Tore geschossen und war Torschützenkönig geworden. „Und du, Lukas?“, fragte Frau Panda nun. „Hast du auch eine Lieblingszahl?“ Natürlich hatte auch Lukas Eisbär, der vom Nordpol kam, eine Lieblingszahl. „6“, sagte er stolz. Denn am Sonntag hatte er Geburtstag gehabt und war sechs Jahre alt geworden.

„Die 6“, schmunzelte Frau Panda, „die 6 ist auch meine Lieblingszahl. Weil ich nämlich sechs so kluge und liebe Pandakinder in meiner ersten Klasse habe.“

Da freuten sich Panda, Anni, Lotte, Bodo, Inge und Lukas. Dass sie der Grund dafür waren, dass die 6 die Lieblingszahl ihrer Lehrerin war. Weil sie in ihrer ersten Klasse waren. Und weil sie so liebe und kluge Schüler waren.

„Für heute wir dann aber wirklich genug gerechnet“, meinte Frau Panda nun. „Ihr wart sehr fleißig. Und deshalb habt ihr eine kleine Belohnung verdient.“ „Hurra!“, riefen Panda und seine Freunde und freuten sich auf ihre Belohnung.

Die Lehrerin kramte in ihrem großen Rucksack und schließlich zog sie eine kleine Tüte heraus. Mit Honigbonbons. Die mögen alle Pandakinder schrecklich gerne.

Frau Panda kippte die Tüte aus: „Wir wollen zählen, wie viele Bonbons es sind“. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13. Es lagen haargenau 13 Honigbonbons auf dem Schreibtisch. „Jeder von euch darf sich ein Bonbon nehmen“, sagte Frau Panda.

Das ließen sich Panda, Anni, Lotte, Bodo, Inge und Lukas natürlich nicht zweimal sagen. Und schon lutschten alle glücklich und zufrieden auf ihrem Bonbon herum.

Dabei zählten sie die Bonbons, die noch übrig geblieben waren. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7. Sechs Bonbons hatten sie gegessen und sieben waren übrig geblieben. Und 13 waren es vorhin noch gewesen. „Und das“, sagte Frau Panda nun, „bedeutet, dass 13 weniger sechs sieben ist.“Sie guckte stolz in ihre Klasse: „Herzlichen Glückwunsch!“, strahlte sie, „ihr habe gerade eure allererste Rechenaufgabe gelöst – und das auf Anhieb ganz genau richtig. Ohne einen einzigen Fehler!“

Na, das war eine Freude in der ersten Pandaklasse. Die erste Rechenaufgabe gelöst – und gleich richtig und ohne einen einzigen Fehler. Panda war sehr stolz auf sich. Aber auch auf seine Freunde. Gleich, wenn die Schule zu Ende und er wieder zu Hause war, wollte er Mama Panda und Ogi davon erzählen. Die würden staunen!

zurück
Panda & Ogi ist ein Angebot aus dem
Tägliche Kinderseite Panda & Ogi in unserer TageszeitungDie aktuelle Panda & Ogi Seite