Erst das kleine o und dann das Kasperletheater

6. Teil unserer Vorlesegeschichte im Projekt "Zeitungstreff im Kindergarten" 2016

Dies ist der sechste von acht Teilen unserer Vorlesegeschichte für die 1261 Mädchen und Jungen, die sich an unserem Projekt „Zeitung im Kindergarten“ beteiligen.

Gemütlich saßen Panda und Mama Panda beim Frühstück am Küchentisch. Sie schnaselten ein Müsli mit Beeren aus dem Wald und tranken leckeren Pfefferminztee mit Honig. Ogi frühstückte nicht mit. Er lag in seinem Körbchen und träumte. Von dem Wettrennen mit dem Hasen, den er gestern im Wald getroffen hatte. Ogi sah sehr zufrieden aus, wie er da so lag und träumte. Vermutlich war er schneller als der Hase . . .

Plötzlich bimmelte es an der Haustür. „Nanu?“, staunte Mama Panda. „Wer kann das sein so früh? Es wird doch nicht etwa Lotte sein?“ Lotte Panda war Pandas Cousine. Jeden Morgen gingen sie gemeinsam zur Schule. Leider kam Lotte meistens ein bisschen zu spät. Sie musste Pünktlichkeit erst noch lernen.

Schnell lief Mama Panda zur Haustür und öffnete sie. Tatsächlich! Draußen stand Lotte Panda. „Guten Morgen, Lotte“, strahlte Mama Panda. „Das ist ja toll, dass du heute so super pünktlich bist. Ich bin richtig stolz auf dich!“ „Guten Morgen, Tante Panda“, antwortete Lotte und strahlte auch. Sie freute sich, dass sie super pünktlich war. Dafür gab es natürlich einen Grund: Heute wollte die erste Pandaklasse einen Ausflug machen. Ins Kasperletheater. Und da wollte Lotte natürlich auf gar keinen Fall zu spät kommen.

Weil noch jede Menge Zeit war, setzte sich Lotte mit an den Küchentisch. Sie hatte zwar schon gefrühstückt – zwei Brötchen mit Erdbeermarmelade –, aber für Tante Pandas leckeres Müsli mit Beeren aus dem Wald war noch Platz in Lottes Bauch. Und für einen Becher Pfefferminztee mit Honig auch.

Als alle satt waren, schaute Mama Panda auf die große Küchenuhr. „Kinder“, sagte sie , „es Zeit, dass ihr los lauft. Beeilen müsst ihr euch heute aber nicht. Ihr könnt ganz gemütlich schlendern.“ Sie drückte Panda einen dicken Kuss auf die kleine Knubbelnase. Dann zogen Lotte und Panda los. Ogi kam heute nicht mit. Er lag noch immer im Körbchen und schnarchte leise vor sich hin. Er musste sich wohl ausruhen von dem Wettrennen mit dem Hasen. Er sah sehr, sehr zufrieden aus. Vermutlich hatte er das Wettrennen in seinem Traum gewonnen . . .

Lotte und Panda schlenderten gemütlich Richtung Schule. Vorbei an der großen Kastanie neben der kleinen Kirche. Es war schön, so gemütlich vor sich hinzugehen und sich einmal nicht beeilen zu müssen. Und da war sie auch schon, die Schule.

Lotte und Panda stiegen die Treppe hinauf in ihre Klasse. Die anderen waren schon alle da: Panda setzte sich neben seine Freundin Anni mit dem strubbeligen Fell. Und Lotte neben Bodo, der so gut Fußball spielte. Neben Inge, die so gut singen konnte, saß Lukas Eisbär, der vom Nordpol kam.
Da flog auch schon die Tür auf und die Lehrerin stürmte herein. „Guten Morgen, Kinder!“, rief Beate Panda fröhlich. „Guten Morgen, Frau Panda!“, schallte es ebenso fröhlich zurück. „Na?“, fragte die Lehrerin, „freut ihr euch auch schon sehr auf das Kasperletheater wie ich?“ Na, und ob sich Panda und seine Freunde auf das Kasperletheater freuten!

„Nun“, sagte Frau Panda und blickte auf ihre kleine Armbanduhr, „ein bisschen Zeit haben wir noch, bevor wir losgehen müssen. Die wollen wir nutzen und das kleine o lernen.“
Das kleine o war total leicht. Es sah genauso aus wie das große O, nur eben ein bisschen kleiner. Obwohl es kleiner war, war es aber genau so wichtig wie das große O. Man brauchte es für Wörter wie Schokolade, Honig, Sommer oder Rotkohl. Auch für Socken oder Torte war es wichtig.

Nach einer kleinen Weile schaute Frau Panda wieder auf ihre Armbanduhr. Und lächelte. „So. Genug gelernt für heute. Es kann losgehen!“

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